Die Gründerin und Geschäftsführerin der Scalestaar Global Delivery Hub, Sandra Briggs, entwickelt eine skalierbare Lösung, mit der Wirtschaftsprüfer externen Audit-Support in ihre bestehende Prüfungssoftware einbinden können. Dafür integriert sie Fachkräfte und Audit-KI-Tools.
Berlin, 28. September 2026 – Die eigenen Möglichkeiten kleiner und mittelständischer Wirtschaftsprüfungsgesellschaften außerhalb der Big Four, auf zusätzliche qualifizierte Fachkräfte aus Netzwerkstrukturen zurückzugreifen, sind begrenzt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation und Nachweisführung bei der Auslagerung von Prüfungshandlungen. Saisonale Spitzen führen in dieser Situation bei kleineren Gesellschaften und selbstständigen Wirtschaftsprüfern regelmäßig zu Kapazitätsengpässen bei der Annahme von Prüfungsmandaten. Gleichzeitig müssen vielfach die internen Kompetenzen und Governance-Strukturen für den kontrollierten Einsatz von KI-Anwendungen ausgebaut werden. Damit entsteht aus einem betrieblichen Kapazitätsengpass ein Strukturproblem des Prüfungsmarktes. Denn die Folgen reichen weit über die einzelne Prüfungspraxis hinaus: Wenn kleinere und mittelständische Gesellschaften keine zusätzlichen Mandate mehr übernehmen können, verengt sich auch für Unternehmen die Auswahl verfügbarer Abschlussprüfer. Die Gründerin und Geschäftsführerin der Berliner Scalestaar Global Delivery Hub GmbH, Sandra Briggs, hat eine Antwort auf dieses Problem: Sie entwickelt eine Plattform, mit der Wirtschaftsprüfer ihren Audit-Support weltweit kontrolliert skalieren und auslagern können: Über einen WP-berufsrechtlich bescheinigten Workflow werden qualifizierte externe Prüfungsassistenz und Audit-KI-Tools mit der bestehenden Prüfungssoftware und dem Qualitätsmanagementsystem der jeweiligen Wirtschaftsprüfungspraxis verbunden.
Nicht nur fehlende Fachkräfte verursachen operative Engpässe in kleineren Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Die eigentliche Lücke entsteht zwischen der Prüfungsmethodik und einem dokumentierten, review-fähigen Arbeitsergebnis. Kurzfristig erforderliche Prüfungshandlungen müssen klar abgegrenzt, geeigneten Ressourcen zugeordnet, nachvollziehbar dokumentiert und kontrolliert in den Review-Prozess zurückgeführt werden. Die tägliche Arbeit mit E-Mails, einzelnen Dateien, unstrukturierten Beauftragungen und isolierten KI-Anwendungen erzeugt problematische Lücken bei Prüfungsumfang, Rollen, Nachweisen, Rückfragen, Versionen und Freigaben. Häufig buchen Wirtschaftsprüfer für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung externe Kapazitäten hinzu, etwa über internationale Freelancer-Plattformen. Oder sie behelfen sich mit spezialisierten KI-Anwendungen. Allerdings sind diese nicht automatisch in Audit-Workflows eingebettet, die vollständig konform mit den gesetzlichen und berufsständischen Qualitätsmanagementstandards für Wirtschaftsprüfungspraxen sind.
Die gebürtige Berlinerin Sandra Briggs ist nach fast 17 Jahren aus Frankfurt am Main nach Berlin zurückgekehrt; im Gepäck eine Antwort auf dieses weitverbreitete Problem. Im September 2026 gründete sie am Kurfürstendamm mit der Scalestaar Global Delivery Hub ein Unternehmen für die kontrollierte Auslagerung von Prüfungsdurchführungen. „Meine Idee war es, für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften globales Know-how von erfahrenen Prüfungsassistenten und -managern sowie Audit-KI-Tools in einem WP-berufsrechtlich bescheinigten Workflow für die Beauftragung von externer Prüfungsunterstützung mit den praxisinternen Prozessen zu verbinden“, erklärt Briggs.
Internes Kontrollsystem nach Prüfungsstandard IDW PS 951
Die bei Scalestaar beauftragten Prüfungshandlungen werden ausschließlich von Prüfungsassistenten und -managern strategischer WP-Partnerfirmen ausgeführt. Dies sind aktuell insbesondere internationale Fachkräfte aus der Wirtschaftsprüfung, die über ein aktuelles, von der lokalen Berufsaufsicht ausgestelltes Peer-Review-Zertifikat verfügen. Darüber hinaus lässt sich Scalestaar derzeit ihr dienstleistungsbezogenes IKS nach dem Prüfungsstandard IDW PS 951 für ausgelagerte Funktionen bescheinigen.
Anders als bei offenen Freelancer-Plattformen findet keine beliebige Vermittlung von Einzelprofilen statt. Briggs betont: „Wirtschaftsprüfern fehlt viel mehr als der Zugang zu weiteren Profilen. Sie benötigen eine kontrollierte und dokumentierte Grundlage, um qualifizierte internationale Audit-Teams einzubinden, wenn ihnen keine eigenen internationalen Strukturen zur Verfügung stehen.“ Scalestaar ist auch kein Ersatz für Audit-Tools. Die App orchestriert vielmehr partnerbasierte Audit-Support-Leistungen rund um das führende QMS und das Audit-Tool der anfragenden Wirtschaftsprüfer. Für bestimmte Prüfungshandlungen bietet die Lösung zudem eine KI-Unterstützung an.
Sandra Briggs: Gründerin mit Leidenschaft für technischen Fortschritt
Die Diplom-Kauffrau Sandra Briggs war nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin 17 Jahre unter anderem als Prüfungsleiterin bei KPMG tätig. Seit 2017 unterstützt sie als freiberufliche Unternehmensberaterin und Prüfungsleiterin zum Beispiel Wirtschaftsprüfer bei der Durchführung von Prüfungshandlungen und Unternehmen bei der Koordination oder der Bereinigung von Prüfungsfeststellungen. Zudem ist sie Ansprechpartnerin für deren Abschlussprüfer zu Rechnungslegungs- und Compliance-Prozessen. Seit 2019 leitete sie in Frankfurt am Main ein Shared-Service-Center für den manuellen Audit Support in Deutschland.
Sandra Briggs folgt mit der Gründung von Scalestaar Global Delivery Hub einer beruflichen Leidenschaft: „Ich brenne für alles, was Fortschritt bedeutet, insbesondere Technik. Eine App, die menschliche Expertise und KI-Funktionen parallel on demand verfügbar macht, ist aus meiner Sicht genau die richtige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen kleiner und mittelständischer Wirtschaftsprüfer und zudem von Bedeutung für unsere Wirtschaft insgesamt. Denn Wirtschaftsprüfung ist mehr als eine Unternehmensdienstleistung. Sie ist eine zentrale Vertrauensinfrastruktur der Wirtschaft. Unabhängige Prüfungsurteile stärken die Verlässlichkeit der Unternehmensberichterstattung und schaffen eine wichtige Grundlage für Investitions-, Finanzierungs- und Aufsichtsentscheidungen.“
Über die scalestaar Global Delivery Hub GmbH
Die scalestaar Global Delivery Hub GmbH bietet Wirtschaftsprüfern ab Mitte Oktober 2026 eine weltweit skalierbare B2B-Plattform, um externen Audit-Support und spezialisierte KI-Anwendungen in bestehende Prüfungssoftware und -prozesse von Wirtschaftsprüfern einzubinden. Definierte Prüfungshandlungen, qualifizierte Partnergesellschaften, Governance-Nachweise und Review-Schritte werden in einem dokumentierten Workflow zusammengeführt. Das Qualitätssicherungssystem und das Audit-Tool der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bleiben dabei führend.
Damit unterstützt scalestaar insbesondere kleine und mittelständische Wirtschaftsprüfer, wenn saisonale Kapazitätsengpässe bei der Annahme von Prüfungsmandaten oder der Ausweitung von Prüfungsumfängen auftreten. Das dienstleistungsbezogene IKS von scalestaar wird aktuell nach dem Prüfungsstandard IDW PS 951 für ausgelagerte Funktionen zertifiziert. www.scalestaar.de
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Sabrina Ortmann
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